Das Kleingewächshaus – Technik und Nutzung: Die fünfte Auflage ist da!

Ich freue mich und bin stolz, dass gerade die fünfte Auflage vom Buch Das Kleingewächshaus – Technik und Nutzung* beim Ulmer Verlag erschienen ist. Das Buch ist mein ältestes „Buchbaby“ – die Schwangerschaft forderte damals alles von mir und bei der Geburt 1996 war es ein ganz schöner Brocken. Aber es war die Mühe wert: Das Riesenbaby wurde mit offenen Armen begrüßt und half offenbar vielen Menschen bei der Anschaffung und Nutzung ihrer Kleingewächshäuser. Seit damals wurde es mehrmals überarbeitet und aktualisiert und erscheint nun in der fünften Auflage.

Das Kleingewächshaus - Technik und Nutzung, Schumann/Milicka, Verlag Eugen Ulmer 2019 (Werbelink Amazon.de)
Know-how für GewächshausbesitzerInnen und solche, die es werden wollen
Mit einem Kleingewächshaus eröffnen sich Hobbygärtnern viele neue Möglichkeiten: Man kann nicht nur das Gartenjahr verlängern, Gemüse und Kräuter früher und länger anbauen und Tomaten gesund erhalten, sondern Jungpflanzen heranziehen, Kübelpflanzen überwintern, exotisches Obst anbauen, Kakteen, Palmen und andere Pflanzen kultivieren und vieles mehr. Damit das auch wie gewünscht und ohne Umwege gelingt, ist ein wenig Wissen notwendig. Das Buch Das Kleingewächshaus – Technik und Nutzung* ist eine große Hilfe bei der Planung, Auswahl, Aufstellung und Nutzung eines Gewächshauses. Es bietet neben Technikinformationen, umfangreiches Pflanzenbauwissen, ausführliche Anleitungen für die umweltgerechte Anzucht und Pflanzenkultur und vieles mehr.

Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Buch aktualisiert und neu aufgelegt wird, manches Buch stirbt in jungen Jahren, wenn es Teil einer Reihe ist, die eingestellt wird, manchmal ist auch ein Thema nicht mehr im Trend und mancher Verlag schmeißt Bücher nach der ersten Auflage raus, wenn sie nicht unter den Top Ten sind.

Danke an den Ulmer Verlag, dass er Anfang der 1990er-Jahre dieses Thema an mich herantrug und an mich geglaubt hat, obwohl dieses Buch mein erstes war und schon wegen der Themenvielfalt eine (von mir sehr geschätzte) Herausforderung war. Meines Wissens nach war unser Gewächshausbuch bei seinem Erscheinen das erste in diesem Umfang zum Thema Kleingewächshaus und Gewächshausnutzung. Danke an die verschiedenen Lektoren und das gesamte Ulmer-Team, die die Entstehung und die weiteren Auflagen im Laufe der Zeit befürwortet und begleitet haben. Danke auch an meinen Koautor Gerhard Milicka, der mir bei der ersten Auflage bei den bautechnischen Details eine große fachliche Unterstützung war.

Aber ganz besonders bedanken möchte ich mich bei meinen früheren Professoren und KollegInnen, bei den MitarbeiterInnen der früheren Versuchsanstalt für Gartenbau an der FH Weihenstephan (heute HSWT.de) und des Kleingartens Weihenstephan sowie bei den BeraterInnen, GärtnerInnenn und Freizeitgartelnden, mit denen ich zu tun hatte, dafür, dass ich von ihnen allen viel lernen und bei ihnen zuschauen durfte. Nur durch die Gesamtheit aller direkt und indirekt Beteiligten wurde Das Kleingewächshaus – Technik und Nutzung* zu einem Langläufer-Buch, das den LeserInnen bei ihrem Einstieg in die Kleingewächshausgärtnerei offensichtlich eine große Hilfe und später geschätztes Nachschlagewerk ist.

Danke auch an alle die, die das Buch gekauft haben oder kaufen werden, für das große Vertrauen. Wir haben uns alle wirklich große Mühe gegeben, dieses Vertrauen zu verdienen und ich bin immer offen für Verbesserungsvorschläge oder Feedback.

Danke!

Das Buch Das Kleingewächshaus – Technik und Nutzung* ist überall im örtlichen Buchhandel, beim Ulmer Verlag sowie in allen Online-Buchshops erhältlich.

Das Kleingewächshaus*
Technik und Nutzung

Eva Schumann/Gerhard Milicka 
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart: 5. Auflage (13. Juni 2019)
ISBN 3-8186-0822-9
-> Online-Bestellung*



* Werbelink (auch Buchabbildungen sind mit einem Werbelink zu Amazon.de versehen)



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Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Alle reden darüber, aber viele kennen die Bedeutung von Nachhaltigkeit nicht – sie wissen nur, dass sie irgendwie wichtig ist und im Trend liegt. Das sollten Sie über Nachhaltigkeit wissen.

Nachhaltigkeit ist verantwortungsvolles Handeln, das die Auswirkungen auf die Zukunft im Blick hat und beispielsweise Ressourcen nur in dem Maße verbraucht oder Systeme nur in dem Maße stört, wie sie sich regenerieren können.

Nachhaltigkeit bedeutet nicht: Alles, was man hat, wegzuwerfen und durch neue Produkte zu ersetzen, die von Firmen mit dem Begriff Nachhaltigkeit beworben werden, weil es modern ist.

Ökologische Nachhaltigkeit in der Praxis

Nachhaltiges Handeln im ökologischen Sinne soll das Funktionieren des Ökosystems Erde sowie die Bewohnbarkeit zu guten Bedingungen erhalten. Um dies zu erreichen, müssen wir
  • Ressourcen schonen,
    also wenig bis keine Energie aus endlichen Rohstoffen verbrauchen, sondern nach und nach ganz auf saubere, regenerative Energie umstellen. Außerdem dürfen wir Rohstoffe oder Wasser grundsätzlich nicht verschwenden – und zwar nicht nur selbst im eigenen Haushalt, sondern jeweils in der gesamten Wertschöpfungskette dessen was wir kaufen (vom Abbau, Anbau oder der Herstellung der Rohstoffe an, über die Produktion von Gütern und ihrer Verteilung mittels Handel zum Endverbraucher, bis zum Entsorgen nach dem Gebrauch/Verbrauch),
  • bei Handlungsentscheidungen immer auch die Auswirkungen auf das Klima und die direkt betroffenen sowie auch die vernetzten Ökosysteme beachten,
  • das System nicht durch den Eintrag giftiger Stoffe oder zerstörerische Verfahrensweisen belasten oder zerstören.
Kleines Beispiel für den Erfolg von nachhaltigem Handeln: Natürliche Feinde im Garten zu fördern, bringt mehr als Insektizide zu spritzen. Die Blattläuse an diesem Salbei wurden von natürlichen Feinden ohne mein Zutun „beseitigt“.
Unsere Erde ist ein großes Ökosystem, das aus vielen Teilsystemen und Elementen besteht, die voneinander abhängen und sich gegenseitig beeinflussen. Beispiel: Ohne (Wild-)Blumen, die Nektar und Pollen bilden, sterben Bienen und viele andere Insekten, weil sie nicht mehr ausreichend Futter vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst haben. Als Folge werden auch Kulturpflanzen nicht mehr ausreichend bestäubt und bilden keine Früchte und Samen. Sterben die Bienen aus, gibt es bald kein Obst und Fruchtgemüse mehr, Pflanzenarten werden aussterben, weil sie sich nicht mehr vermehren können, viele Vögel, andere Tiere und Menschen werden wahrscheinlich verhungern.

Beispiel Landwirtschaft – sie muss nachhaltiger werden

Eine Landwirtschaft, die auf möglichst große Feldflächen mit Monokultur-Anbau und mineralischem Kunstdünger setzt und alles für überflüssig hält und wegspritzt, was sich nicht verkaufen lässt, ist umweltbelastend, macht den Boden anfälliger für Erosion und die Landschaft weniger belastbar bei Wetterereignissen. Sie beeinträchtigt auch die Lebensqualität der Menschen, belastet Grundwasser und damit die Gesundheit und kostet am Ende die ganze Gesellschaft viel Geld (beispielsweise für die Aufbereitung von belastetem Grundwassers, für Entschädigungsforderungen wegen größerer Schäden bei Unwettern etc., abgesehen davon, dass auch die Landwirte nach solchen Wetterereignissen finanzielle Hilfen benötigen.) Eine Landwirtschaft, die in Kreisläufen denkt, auf umweltgerechten Anbau und Mischkultur setzt, Feldraine mit blühenden heimischen Sträuchern und Wildblumen einplant und mit der Natur arbeitet statt gegen sie, ist nicht nur schöner, sondern erzeugt weniger Probleme und Kosten für die Allgemeinheit. Das heißt nicht, dass alles einfach und problemlos sein wird, sobald man Spritzmittel weglässt, die Felder kleiner macht und Feldraine mit Blumen besät, aber es ist ein Anfang und alle Problemlösungen müssen ab sofort statt „quick und dirty“ verdrängt, für die Zukunft durchdacht und gelöst werden.

[Nur nebenbei, damit es nicht in Vergessenheit gerät:
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft war von 2005 bis 2018 in den Händen der CSU und wird derzeit von der CDU verwaltet. Viele Bürger sind mit der Arbeit der Union nicht zufrieden, da sie in der Landwirtschaft die falschen Anreize setzt (für große Betriebe, Monokultur und Massentierhaltung) und eine umweltgerechtere Landwirtschaft in Deutschland blockiert. Besonders krasses Beispiel: Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt, CSU, stimmte im November 2017 im Alleingang für eine EU-weite Verlängerung von Glyphosat (das übrigens von Bayer Crop Science auch schon vor der Monsanto-Übernahme verkauft wurde), obwohl die Umweltministerin Barbara Hendricks, SPD, sowie auch ein großer Teil der Bevölkerung dagegen waren und deshalb eine Enthaltung vereinbart worden war. Der damalige CSU-Chef Seehofer soll vorab über den „Coup“ informiert gewesen sein. Offensichtlich halten sich diese Personen für über der Geschäftsordnung der Bundregierung und Koalitionsvereinbarungen stehend. Eine solche Arroganz ist nicht hinnehmbar und sollte von Wählern abgestraft werden. Als einflussreicher Einflüsterer/Lobbyist der Union wird übrigens der Bauernverband ausgemacht (siehe Mächtige Multifunktionäre bei weltagrarbericht.de).

Aber nicht nur Politik und Erzeuger sind gefordert, auch wir Verbraucher müssen besser werden, denn oft werden bei uns zuhause die Verbesserungen, die mit Anstrengungen in der Lieferkette vom Erzeuger und Handel erreicht wurden, zunichte gemacht – oft in guter Absicht: Da wird mit dem Auto mehrmals wöchentlich aufs Land hinaus zum Öko-Bauernhof gefahren, um den Bioanbau und den Bauern zu fördern, da wird das Gemüse mit Unmengen Wasser gewaschen, im offenen Topf in ebenfalls unnötig viel Wasser gekocht und anderes mehr. Man kann den Öko-Bauern ebenfalls unterstützen, wenn man weniger oft und auf Vorrat einkauft oder sich mit anderen zusammentut. Das Gemüse mit weniger Wasser zu waschen und wassersparender zu kochen, erfordert nur kleine Umgewöhnungen – wenn man denn nachhaltiger handeln möchte.

Wir dürfen nicht nur auf die Erzeuger und die Politik schimpfen, sondern müssen uns fragen, was wir selbst in unserem Alltag besser machen können. Jede Tätigkeit, von Essen bis Körperpflege, hat nämlich Auswirkungen, aber meist denken wir nur an unseren direkten Gewinn.

Beispielsweise waschen wir uns, damit wir danach sauber und erfrischt sind. Aber Waschen hat Auswirkungen und wir bestimmen durch die Wassermenge, durch die Menge und Wahl der Produkte, die wir verwenden (enthaltene Inhaltsstoffe, Art der Produktion), wo wir diese Produkte kaufen, wie wir sie kaufen, in welchen Tüten, Taschen und Kartons wir sie transportieren und wie wir all die Materialien nach Verbrauch entsorgen, wie sich unser Waschen auf die Umwelt auswirkt.

Keine Angst, niemand muss perfekt sein und darf keinen Spaß mehr haben. Am besten fängt man bei Dingen an, die einem leicht fallen, jeder entsprechend der eigenen Situation. Beispielsweise
  • Wer einen Garten hat, könnte auf Glyphosat haltige Unkrautmittel sowie allgemein auf umweltschädliche Spritzmittel verzichten und statt dessen die natürlichen Gegenspieler von Schädlingen (Vögel, Marienkäfer, Igel etc.) fördern und andere umweltverträglichen Maßnahmen mehr.
  • Wer sowieso nicht gerne Fleisch isst, reduziert den Fleisch- und Wurstkonsum und isst öfter mal fleischlos,
  • Wer sich mehr/viel bewegen möchte, fährt mit dem Fahrrad zum Einkaufen und ins Fitnessstudio.
  • Menschen, die gerne reparieren und kreativ sind, reduzieren ihren Konsum und damit auch den Rohstoffverbrauch, indem sie einiges Alte wieder schön machen, statt immer Neues zu kaufen.
Jeder fängt erst einmal mit den Dingen an, die leicht fallen. Nach und nach lernt man dazu, was man in der jeweiligen persönlichen Situation sonst noch machen kann, um die Umwelt weniger zu belasten.

Und natürlich müssen wir als BürgerInnen und WählerInnen Politiker wählen, die für uns arbeiten und nicht für ihr Ego. Natürlich müssen Branchenlobbyisten angehört werden, genauso wie Umweltlobbyisten und alle anderen Interessensvertreter das Recht haben, ihre Positionen dazulegen, aber Politiker dürfen nicht naiv zu Erfüllungsgehilfen kommerzieller Unternehmen werden. Sie müssen langfristig denken, die richtigen Anreize aus einer langfristig denkenden Perspektive setzen, nachhaltige und umweltverträgliche Kreisläufe schaffen, die auch kontrollierbar sind (und nicht beispielsweise das Problem der Entsorgung an arme Länder übergeben, wo weder ArbeiterInnen noch Umwelt einen Schutz haben und Verfahren nicht kontrolliert werden).

Beispiele für einfach umsetzbare Ideen für nachhaltiges Handeln gibt es bei 10 + 1 Nachhaltigkeittipps – Ideen für den Alltag, die sich leicht umsetzen lassen und auch noch Geld sparen.

Der Begriff Nachhaltigkeit taucht jedoch auch in anderen Zusammenhängen auf, nicht nur beim Thema Klimawandel, Natur- und Umweltschutz:
Nachhaltige Unternehmensführung soll Ökonomie, Ökologie sowie gesellschaftliche und soziale Verantwortung zu einem Dreiklang vereinen. Bei Entscheidungen soll nicht nur bis zu den nächsten Quartalszahlen gedacht werden, sondern auch auf die Zukunftsfähigkeit der Produkte und Produktion unter ökologischen Gesichtspunkten, den Erhalt des Unternehmens sowie auf soziale Nachhaltigkeitsaspekte geachtet werden. Es ist beispielsweise ökonomisch nicht nachhaltig, den Anteilseignern allen Gewinn auszuschütten, sondern ein Teil muss in Forschung und Entwicklung, Mitarbeiterschulungen etc. gesteckt werden. (Wenn man den Investoren jedoch gar nichts gibt, ziehen die ihr Geld raus (Ausnahme sind Aktiengesellschaften, die großes Wachstumspotenzial mit hohen Kursgewinnen haben, ansonsten muss ein Kompromiss gefunden werden). Soziale Nachhaltigkeit bedeutet beispielsweise eine faire Bezahlung, Aufstiegsmöglichkeiten unabhängig von Geschlecht, Ethnie oder Ähnlichem zu ermöglichen sowie für loyale Mitarbeiter zu sorgen (beispielsweise durch Mitarbeiterbindung, indem man Betriebskinderkrippen einrichtet, flexible Arbeitszeiten ermöglicht und anderes).

* Werbelink

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Gartenmöbel: Tipps & Trends 2019 / 2020

Artikelkennzeichnung siehe unten.

Wenn die Sonne lacht und uns warme Lüfte um die Nase wehen, heißt es für viele ab in den Süden, doch Urlaub auf „Balkonien“, die kleine Auszeit zu Hause auf der Terrasse oder im eigenen Garten, ist ebenfalls sehr beliebt. Grund genug, sich die Gartenmöbel-Trends anzuschauen: Was sind die Highlights und was wird für das nächste Jahr erwartet? Hier finden Sie Tipps für die Kaufentscheidung und einen Blick in die Zukunft, was 2020 en vogue sein wird.

Ein Tisch und vier Klappstühle – früher war die Entscheidung nicht schwer, was auf die eigene Terrasse soll. Heute jedoch ist die Auswahl an Materialien, Formen und Ausführungen von Gartenmöbeln schier grenzenlos, wie man beispielsweise bei Gartenmöbel Stuttgart sieht. Diejenigen, die vorhaben, ihre Terrasse mit neuen Möbeln aufzupeppen, stehen also vor der großen Frage: Welche Gartenmöbel sind die richtigen und was muss ich beachten?
Bevor es ans Eingemachte geht und Sie in die Welt der Möbel eintauchen, sollten Sie sich zunächst den vorhandenen Platz und Ihren Platzbedarf anschauen.

Tipp 01 – Den Standort berücksichtigen
Wo sollen die Möbel später stehen? Auf Ihrem Balkon, der Terrasse oder auf einer Fläche im großen Garten? Es ist sehr zu empfehlen, den Standort auszumessen und einen Plan zu zeichnen. Geben Sie nicht nur den Gartenmöbeln, sondern auch Blumenkübeln, dem Grill, der Sonnenliege und anderen festen Bestandteilen einen Platz auf ihrem Plan. Und denken Sie auch an den optischen Eindruck: Eine Faustformel besagt, mindestens ein Drittel der Fläche sollte frei bleiben, damit Ihre Terrasse oder der Balkon am Ende nicht zu überladen wirkt. Eine ausladende Lounge-Garnitur zum Chillen beispielsweise, die im Prospekt oder in der Ausstellung modern und einladend aussieht, kommt bei wenig Platz nicht zur Geltung, sondern wirkt im Gegenteil eingepfercht.

Tipp 02 – Den Zweck und den gewünschten Stil bestimmen
Klingt banal, ist aber wichtig: Überlegen Sie, bevor Sie sich auf Möbelsuche machen, was Sie eigentlich wollen und wofür. Suchen Sie eine Sitzgelegenheit für den Grillabend mit Freunden, dann ist eine klassische Esstischgruppe mit mehreren Essstühlen die passende Wahl. Oder stehen das Relaxen und Entspannen im Vordergrund, dann setzen Sie am besten auf eine Lounge-Gruppe mit Beistelltisch, die Ihre Terrasse schnell in ein Outdoor-Wohnzimmer verwandelt.
Sind die vorhandene Größe des Standorts und der Einsatzzweck klar, geht es an die eigentliche Gartenmöbel-Suche.

Welche Gartenmöbel liegen im Trend?
Dieses Jahr sind vor allem Möbel, die aus mehreren Materialien bestehen, angesagt – Materialmix heißt das Stichwort. Beispielsweise sind derzeit leichte Aluminiummöbel in Kombination mit Holz und Geflecht gefragt, aber auch Edelstahlmöbel, da diese mit ihrer modernen, kantigen Form eine sehr hochwertige Optik ausstrahlen. Im Bereich der Loungemöbel wird ebenfalls auf das Leichtgewicht Aluminium gesetzt. Die Vorteile liegen hier vor allem in der hohen Lebensdauer und darin, dass die Möbel extrem pflegeleicht sind.
Werfen wir einen Blick in die Zukunft und schauen, welche Highlights für den Sommer 2020 zu erwarten sind, dann zeigt sich, dass die Gartenmöbel-Designer ein Herz für kleine Balkone und Terrassen entwickelt haben und vermehrt kompakte Lösungen im Lounge- und Tischbereich anbieten. Mit sogenannten modularen Loungesystemen kann man sich dann die Lounge individuell nach den vorhandenen Gegebenheiten zusammenstellen und vielfältig nutzen.

Ebenfalls ein interessanter Trend im kommenden Jahr sind Stühle und Loungemöbel, die das Kissen bereits integriert haben. Die Kissen bestehen aus dem Outdoorstoff QDF, kommen mit jeder Witterung gut klar und trocknen sehr schnell.

Tipp 03 – An die Lagerung denken
Was machen Sie mit Ihren Gartenmöbeln im Winter? Ab in den Keller, in die Garage oder verlagern Sie die Sitzgruppe in den Wintergarten? Auch das sollten Sie beim Kauf berücksichtigen. Überlegen Sie, ob Sie den nötigen Platz haben beziehungsweise ob sich die Gartenstühle zusammenklappen oder zumindest stapeln lassen.

Mit diesen einfachen Tipps & Tricks sind Sie auf jeden Fall gerüstet, um beim Gartenmöbel-Kauf den Durchblick zu bewahren. Gehen Sie mit Ihrem Terrassenplan und Ihren Wünschen zu einem Outdoormöbel-Experten und lassen Sie sich professionell beraten. Der Profi zeigt Ihnen die unterschiedlichen Möglichkeiten und findet für Ihre individuelle Wohnsituation die beste Gartenmöbel-Lösung. Deutschlands größte Gartenmöbelausstellung findet man zwischen Stuttgart und München bei ZEOTTEXX. Eine gute Adresse, um die unterschiedlichen Ausführungen einmal Probe zu sitzen und zu liegen.

* Sponsor-Posts sind informative Artikel meiner Werbepartner


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Kompost ausbringen

Kompost – genauer gesagt: reifer Gartenkompost – ist das Ergebnis der Kompostierung von Garten- und Küchenabfällen. Kompostieren kann man in einem Kompostbehälter oder auf einer Kompostmiete (Komposthaufen) – und wenn der Platz zu eng wird, kann man auch ein Hochbeet bauen und darin kompostieren, während oben drüber die Pflanzen wachsen. Bei der Kompostierung (Zerkleinerung durch Bodenlebewesen, Verrottung/Zersetzung) verwandeln sich die Abfälle in Humus, mit dem man düngen, den Boden verbessern oder auch eigene Blumenerdemischungen herstellen kann.(Überarbeitet, 2012 zum ersten Mal veröffentlicht)

Noch sind die Gartenabfälle auf dem Komposthaufen nicht ganz verrottet, aber bald wird daraus ein nährstoffreicher Bodenverbesserungsstoff. Aber wie viel darf man davon wo ausbringen?

Gartenkompost enthält im Durchschnitt 1 % Stickstoff, 0,7 % Phosphat, 0,8 % Kaliumoxid, 1,4 % Magnesium und 7,5 % Kalk in der Trockenmasse (Quelle: Leitfaden zur Kompostierung im Garten). Zum Vergleich: Organische oder organisch-mineralische Volldünger für den Garten aus dem Handel (Beispiele) enthalten

  • Hauert Hornoska spezial (Hauert): 8 % Stickstoff, 3 % Phosphat, 10 % Kaliumoxid, 3 % Magnesium
  • Azet Veggie Dünger (Neudorff): 5 % Stickstoff,3 % Phosphat, 6 % Kaliumoxid
  • AzetTomatenDünger (Neudorff): 7 % Stickstoff, 3 % Phosphat,  10 % Kaliumoxid
  • Engelharts Gemüsedünger Sti-p-Ka (Ludwig Engelhart): 7 % Stickstoff, 4 % Phosphat, 8 % Kaliumoxid

Die Nährstoffkonzentration ist im Gartenkompost zwar niedriger als in einem gekauften Dünger, aber doch beachtlich – außerdem bringt man größere Mengen als vom gekauften Dünger aus.

Damit man seine Pflanzen aber nicht überdüngt, sollte man – wie bei jedem anderen Dünger auch – darauf achten, dass man nur so viel an Nährstoffen ausbringt, wie die Pflanzen verwerten können. Manchen Überschuss kann der Boden zwar speichern, anderer aber wird bei bestimmten Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnissen frei und dann ins Grundwasser gespült. Phosphat beispielsweise kann sich im Gartenboden anreichern beziehungsweise ist der Gehalt in vielen Gemüsegärten bereits durch jahrelange hohe Mistgaben erhöht. Stickstoff reichert sich zwar nicht so an, aber es wird bei warmer, feuchter Witterung mineralisiert und dann mit dem Regen oder dem Gießen ins Grundwasser ausgeschwemmt – und das ist ebenfalls nicht wünschenswert! Zu viel hilft beim Düngen nicht, sondern schadet Pflanzen und Umwelt – auch wenn der Dünger organisch ist!

Im Idealfall lässt man sowohl den Gartenboden als auch den Kompost in einem Labor untersuchen und errechnet mittels Verbrauchslisten, wie viel Kompost ausgebracht werden sollte. Doch da man dies für jeden Nutzungsbereich des Gartens extra machen müsste, macht dies kaum ein Hobbygärtner, sondern man orientiert sich an pauschalen Empfehlungen, mit denen der Phosphatbedarf gedeckt ist. Damit die Pflanzen dann auch genügend Stickstoff bekommen (wichtig für das Wachstum), wird mit Stickstoff-Düngern ohne Phosphat bedarfsgerecht nachgedüngt, beispielsweise mit Hornspänen oder Schafwollpellets.

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Wie viel Kompost ausbringen pro Jahr?

Übersicht „Bei welcher Gartennutzung darf man wie viel Kompost ausbringen“

  • Pflanzen, die gar nicht mit Kompost gedüngt werden
    0 l Kompost/m² ausbringen bei Steingartenpflanzen, mageren Blumenwiesen und kalkunverträglichen Pflanzen (z. B. Enzian)
  • Pflanzen, die wenig Kompost erhalten
    1 l Kompost/m² ausbringen bei schwachzehrenden Gemüsearten wie Radieschen, Feldsalat, Gartenkresse oder andere Kräuter, außerdem bei Rosen, Zier- und Obstgehölzen, schwachwüchsige Stauden, „fetten“ Blumenwiesen, Blumenzwiebel- und Knollengewächsen
  • Pflanzen mit einem mittleren Bedarf an Kompost
    2 l Kompost/m² ausbringen bei mittelstarkzehrendem Gemüse wie Kohlrabi, Lauch, Mangold u. a., bei starkwüchsigen Stauden und Rasen
  • Pflanzen, die mehr Kompost bekommen
    3 l Kompost/m² ausbringen bei starkzehrendem Gemüse wie Artischocken, Tomaten, Gurken, Kohl, Zucchini und Mais.

Kompost ausbringen im Garten

Kompost eignet sich als Dünger und Bodenverbesserungsmittel für Rasen, Gehölze, Stauden, Blumen und Gemüse. 1 l Kompost/m² entspricht einer Schichtdicke von 1 mm. Das lässt sich am ehesten noch mit den Händen oder einer kleinen Gartenschaufel dosieren.

Bei einer Gartenneuanlage auf einem mageren Boden können vor der Begrünung zur Verbesserung des Bodens einmalig bis zu 50 l Kompost/m² ausgebracht und eingearbeitet werden.

Für die Bodenverbesserung eignet sich halbreifer Kompost besser als reifer, abgelagerter Kompost – denn so bekommen die Bodenlebewesen (Regenwürmer, Mikroorganismen etc.) etwas zu futtern und vermehren sich – was für den Boden und die Bodenfruchtbarkeit gut ist. Doch wer halbreifen Kompost einsetzt, muss besonders darauf achten, dass er keine kranken Pflanzenteile und erst recht keine tierischen Abfälle (auch keine Eierschalen) auf den Kompost gibt.

Geht es eher um die Düngung (Rasenpflege, Herstellung von Blumenerde), dann ist gesiebter, reifer Kompost besser geeignet, denn die Nährstoffe sind schneller verfügbar und es sind keine gröberen Bestandteile enthalten, die Pflanzen behindern oder dem Rasenmäher schaden könnten.

Kompost zur Herstellung von Blumenerden

Für die Herstellung von Blumenerden wird gesiebter Kompost mit Gartenerde, Sand und Holzfaserstoffen oder anderen Zutaten gemischt. Bei Anzuchterden sollte der Kompostanteil unter 20 Volumenprozent betragen (1/5 der Menge). Für die Balkonbepflanzung darf der Kompostanteil bis zu 50 Volumenprozent (1/2 der Menge) betragen – Ausnahme sind kalkempfindliche Pflanzen wie Petunie, Zitrus und Bougainvillea (Kompost maximal 1/3 der Menge).

Richtig kompostieren

Kompost ist ein wertvoller Dünger und Bodenverbesserungsstoff – wenn die Zutaten bei der Kompostierung stimmen. Für den Gartenkompost sehr gut geeignet sind:

  • Pflanzenteile von Pflanzen aus dem eigenen Garten
    Grasschnitt, Schnittabfälle von Gehölzen, Laub, Reste von Gemüse, Blumen, Stauden etc.
  • Pflanzliche Abfälle aus der Küche
    Gemüse- und Obstabfälle
  • Zugekaufte organische Strukturbildner
    Wenn man nicht genügend grobes Material für die Strukturbildung hat, kann man gehäckseltes Stroh, unbehandelte Rinden- und Holzabfälle hinzufügen

Kompostwirtschaft ist nachhaltig. Durch die Kompostierung von Garten- und Küchenabfällen tut man etwas für die Umwelt und für das eigene Portemonnaie. Diese Art „Abfall-Recycling“ trägt zum Schutz der Moore bei, denn es muss weniger Torfabbau betrieben werden, es reduziert auch den Energieverbrauch, weil weniger Dünger produziert und verteilt werden muss und man hat weniger Kosten für die Abfallentsorgung (kleinere Biotonne). Man sollte trotzdem nicht alles, was an organischem oder natürlichem Material anfällt, auf den Kompost geben.

Weniger gut für den Kompost geeignet sind gekaufte (und oft mit Pestiziden behandelte) Schnittblumen und Topfpflanzen sowie Schalen von Zitrusfrüchten (Pestizidrückstände) – außer solche in Bio-Qualität. Altpapier gehört auch nicht auf den Kompost – aber geringe Mengen (Papier-Mülltüte bzw. Altpapier zur Auskleidung des Bio-Abfalleimers in der Küche) schaden nicht. Auch Kaffeesatz und Teereste sollten wegen des hohen Zink- und Kupfergehaltes nur in kleinen haushaltsüblichen Mengen auf den Kompost.

Nicht geeignet für die Kompostierung sind Altpapier in größeren Mengen, stark belastete Gartenabfälle (beispielsweise Schnittabfälle von Hecken neben einer stark befahrenen Straße), Windeln, gebrauchte Taschentücher, Kleintierstreu, Staubsaugerbeutelinhalte, Asche (enthält Schwermetalle in hoher Konzentration, auch Holzasche). Auch auf gekochte Essensreste, Fleisch, Wurst, Fisch, Brot, Schalen, Teigwaren, rohe Eier sollte man verzichten – sie ziehen Ratten an und können (beispielsweise mittels Fliegen) Salmonellen und andere Krankheitserreger verbreiten. Lieber in die Biotonne als auf den eigenen Kompost sollte man kranke Pflanzen (beispielsweise mit Kraut- und Braunfäule befallene Tomaten oder Kartoffeln) sowie samende Unkräuter und Wurzelunkräuter geben – die Temperaturen eines Gartenkomposthaufens reichen nicht, um die Schaderreger abzutöten.

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Wichtiger Tipp zur Kompostierung:
Eine gute Verrottung benötigt Sauerstoff. Deshalb werden grobe und feine Bestandteile miteinander vermischt (beispielsweise Grasschnitt mit Holzschnittabfällen).

Quellen und weitere Informationen:

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